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Letzte Aktualisierung 25.07.2018

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WIC (2010) - Bern

11.08.2010 von Thomas Naef

André Wille am Start

WIC (2010) - Bern

Kein Erfolgserlebnis für Andre Wille bei der zweiten und zugleich letzten Etappe des Swiss Inline Cup 2010 in Bern, welche gleichzeitig die neunte Station des World Inline Cup darstellte. Der Profi vom IDEE-print-X-tech- Team musste aufgeben.

Bei warmen Temperaturen um 25° mussten die Profis die 5,1 km durch die Berner Innenstadt neunmal absolvieren. Der Kurs war sehr anspruchsvoll mit Abfahrten und einer kräftezehrenden Steigung kurz vor dem Ziel.
Der Startschuss hallte pünktlich um 15 Uhr über den Bundesplatz, und dann ging es auch schon los. Auf acht Rollen glitten die weltbesten Athleten über den Asphalt der Schweizer Hauptstadt, durch die Bundesgasse, mit gut 70 km/h die Monbijoustrasse hinunter, über die lange Brücke, bis zum Naturhistorischen Museum, dann wieder zurück und die Sulgeneckstrasse hoch, auf die «Champs-Élysées von Bern». So nannte Speaker Henri Gammenthaler, der schon unzählige Male die Tour de Suisse moderiert hatte und auch nach 17 Jahren im Inlineskating an diesem Sonntag nicht müde wurde, die Bundesgasse.

Körperliche Erschöpfung
«Ich war schon vor dem Wettkampf nur schon vom Einfahren sehr müde», so die ersten Worte eines sichtlich erschöpften Willes nach dem Wettkampf. Der Kurs mit seinen Steigungen und Abfahrten war für den physisch sehr starken Wille eigentlich perfekt. Doch heute sollte es für den Skater aus Vaduz nicht nach Wunsch laufen. Schon seit zwei Wochen ist er gesundheitlich angeschlagen, leichte Erschöpfungssymptome machten sich bei ihm in der letzten Zeit bemerkbar. In Bern konnte er nicht seine gewohnte Form abrufen. Das Mitrollen im Feld ging einigermassen, aber Akzente konnte er keine setzen. Immer wieder war Wille im hinteren Teil des Feldes anzutreffen – ungewohnt für den sonst so starken Vaduzer. Vier Runden vor Schluss wagte er dennoch einen Soloangriff, musste aber diesem Tribut zollen und das Rennen zwei Runden vor Schluss erschöpft aufgeben.

Sieg an Guyaderaus
Mit jeder Runde wurde das Hauptfeld kleiner, keiner der Athleten konnte sich aber entscheidend absetzen, und nach neun Runden kam es vor dem Bundeshaus zu einem Sprint mit ca. 30 Skatern. Gewonnen wurde der Wettkampf vom World Cup Leader Yann Guyaderaus aus Frankreich vor dem Neuseeländer Reyon Kay und dem Schweizer Severin Widmer. Wille wird sich nun vollständig erholen und sich dann auf die nächsten wichtigen Rennen vorbereiten. Der nächste Einsatz steht für Wille am 29. August beim World Inline Cup im polnischen Danzig auf dem Programm.
Quelle: Volksblatt vom Mittwoch, 11. August 2010, Seite 16.

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